Elternmitarbeit in einer guten gesunden Schule

Die Kooperation von Elternhaus und Schule ist eine präventiv soziale Aufgabe und ermöglicht, dass sich Kinder entfalten und entwickeln können. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Gesundheitsförderung, Suchtprävention und zum Erreichen schulischer Leistungsfähigkeit geleistet. In der Praxis jedoch gleicht die Schnittstelle zwischen Elternhaus und Schule oft einem Vakkuum und so ist es nicht verwunderlich, dass in dem Klima von wechselseitigen Schuldzuweisungen und der Überforderung von Lehrern und Eltern elterliches Empowerment nicht oder nur sehr schwer gedeihen kann.

Angesichts dieser häufig als defizitär erlebten Situation hat der Gemeindeunfall Versicherungsverband das Modellprojekt Elternmitarbeit in einer guten gesunden Schule (EmIggS) entwickelt. Zielsetzung ist es, die Partizipation von Eltern zu intensivieren und Lehrerhandeln zu professionalisieren. Dabei werden unter Berücksichtigung standortspezifischer Rahmenbedingungen und Ressourcen an zwei ausgewählten Standorten (Horn-Bad Meinberg und Bielefeld) formelle und informelle Formen der Kooperation von Elternhaus und Schule konzipiert und erprobt sowie flächendeckende Bildungsangebote für Eltern aufgebaut. Die in dem Projekt gesammelten Erfahrungen und Ergebnisse sollen Anstoß für weitere lokale Maßnahmen zur Entwicklung guter und gesunder Schulen unter aktiver Einbindung von Eltern sein.

Träger und Partner
Das Projekt wird getragen von der Bezirksregierung Detmold, dem Gemeindeunfall-Versicherungsverband (GUVV) Westfalen-Lippe und dem Elternforum Ostwestfalen-Lippe.

Anlage
Die Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld führt die Prozess- und Ergebnisevaluation durch. In der Eingangsuntersuchung wurden am Standort Horn Bad Meinberg 2634 Eltern sowie 215 Lehrer befragt. Die Rücklaufquote betrug bei den Eltern 66 %, bei den Lehrern 73 %. Gefragt wurde nach gewünschter und realer Elternpartizipation aus Eltern- und Lehrerperspektive sowie nach förderlichen und hinderlichen Faktoren der Realisierbarkeit. Die Auswertung erfolgte sowohl schulformübergreifend als auch schulspezifisch (3 Grundschulen, 2 Förderschulen; Gymnasium; 1 Hauptschule, 1 Realschule) und diente den Schulen als Grundlage für ihre weitere pädagogische Arbeit. Eine Wiederholung der Befragung wird im Frühjahr 08 und am Ende des Projektes erfolgen.

Die kontinuierlich stattfindende Prozessevaluation liefert wichtige Informationen zur Interpretation der Ergebnisse und der Beurteilung des Gesamtprojektes.

Dr. Ingrid Engert

 

KONTAKT

Fakultät für Gesundheitswissenschaften
Universität Bielefeld
Postfach 10 01 31
D-33501 Bielefeld
E-mail: ingrid.engert@uni-bielefeld.de
Tel.: 0521-106-4367/3834